Die schlechten ins Kröpfchen

Potzblitz! Ute Kusch hatte sich was ganz besonderes einfallen lassen: Sie kam „in ihrer schwarzen Amtsrobe„, „schlicht-schön und sehr dezent“ statt „schmink-schön und schmuck-behangen“ wie Tatjana Gsell, die im übrigen ein weißes Kostüm anhatte. Es ging hier – das merkte „Bild“ sofort – um ein „Duell zweier grundverschiedener Frauen“, um „Die schrille Witwe und die Aschenputtel-Richterin“:

Die bescheidene Richterin arbeitete neun Jahre lang als Staatsanwältin. Jetzt leitet sie an die 350 Verfahren im Jahr. Sie hat eine Tochter, arbeitet Teilzeit. Tatjana Gsell nennt sich selbst „Diplomkosmetikerin“. Sie ist Millionenerbin, muss nicht arbeiten.

Vielleicht handelte es sich aber auch bloß um einen Verhandlungstermin im Prozess gegen Gsell wegen Versicherungsbetrug.

P.S. Im Märchen siegt Aschenputtel.

…kann „Bild“ sich noch erinnern. Rucke di guh.

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