Harry Potter, Twitter, ORF

Harry-Potter-Fans nerven sich über Journalisten und „dem ORF droht der komplette Zusammenbruch“. Der Schwerpunkt der heutigen Presseschau liegt aber bei Twitter.

1. „ORF baut bis 2012 1000 Angestellte ab“
(diepresse.com, Isabella Wallnöfer)
„Dem ORF droht der komplette Zusammenbruch. Das sagt nicht ein Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sondern ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: ‚Werden nicht einschneidende Maßnahmen gesetzt, wäre die Folge eine Insolvenz des Unternehmens und die Zerschlagung in Einzelteile. Und da stehen schon nationale und internationale Investoren bereit, sich den einen oder anderen Teil einzuverleiben.‘ Die 100 Millionen Euro minus, die der ORF heuer einfahren wird, sind nur der Anfang.“

2. „Twitter mal wieder“
(don.antville.org)
Don Dahlmann macht sich Gedanken zur Aufnahme der Quellen bei Twitter anlässlich der Angriffe in Mumbai: „CNN hat rasend schnell gelernt und mitbekommen, wie ein dezentrales Nachrichtennetzwerk wie Twitter funktioniert. Nicht nur, dass man die Infos schneller bekommt, nicht nur, dass die Informationen häufig direkt mit Bildern oder pixeligen Videos verknüpft sind, sie haben auch noch den Vorteil, dass sie umsonst sind. Man kann mit wenig Mitteln sehr viel erreichen. Um so unverständlicher, dass bei N24 und n-tv nichts passierte, aber vielleicht ist das Schweigen der beiden Sender, die täglich Nachrichten simulieren, ein schönes Beispiel für den Zustand großer Teile des deutschen Journalismus.“

3. „Anschläge in Mumbai – Sollte ich Twitter doch noch eine Chance geben?“
(carosmedienschelte.blogspot.com, Carolin Neumann)
„Als ich zum ersten Mal von Twitter gehört und darüber gebloggt habe, hielt ich es für einen unnützen ‚Web-2.0-Hype‘, der schneller wieder vorbei ist, als er angefangen hat.“ Doch mittlerweile muss Caro zugeben, dass bei konkreten Ereignissen Twitter „in der Tat ein vielversprechenes Medium“ ist. Dennoch: „Ich will nach wie vor wie keine Tweets von irgendwelchen Geeks lesen, die nichts zu sagen haben, was von Interesse ist.“

4. bombay vs. mumbai
(twitter.com/malomalo)
Ein Twitter-Eintrag hat maximal 140 Zeichen, doch manchmal ist damit schon alles gesagt.

5. „Freiheitskampf von Bloggern in arabischen Staaten“
(nzz.ch, Hubertus Ecker)
„Araber, die für Freiheit und Menschenrechte kämpfen, nutzen mit einigem Erfolg das Internet. Obwohl die Regime die Cyber-Dissidenten scharf bekämpfen, wächst die Zahl der Blogger.“

6. „PATZER – Harry Potter Zeitungsausschnitte“
(youtube.com, Video, 8 Minuten)
Harry-Potter-Fans lesen auch Zeitungen und Zeitschriften. Und sie sind enttäuscht von den Schludrigkeiten der Journalisten. Acht Minuten bissige und mitunter unterhaltsame Medienkritik, unter den Angegriffenen Bravo, Weltwoche, Tele und andere…