Roger & Roger, Lafontaine, Tallinn

Oscar Lafontaine wird von express.de als Schläger dargestellt, Roger Köppel zieht über Roger Schawinski her und in Frankreich wird der Politikjournalismus abgebaut. Unsere tägliche Presseschau.

1. „Die schleichende Entmündigung“
(ejo.ch, Natascha Fioretti)
„Frankreichs Zeitungen bauen schleichend ihren Politikjournalismus ab. In Italien ändert sich wenig – der Journalismus bleibt eng mit der Politik verwoben. Ein Bericht über zwei aufwändige Studien.“

2. Roger & Roger
(weltwoche.ch, Roger Köppel)
Klare Worte von Weltwoche-Chef Roger Köppel an den Radio1-Chef Roger Schawinski. Der „angeblich urliberale Funkbefreier“ würde sich als „eine Art Spartakus der Schweizer Medienszene“ inszeniseren, jedoch durch die Annahme von Staatsgeldern beweisen, „dass ihm die Prinzipien, auf die er sich beruft, nichts wert sind“. Fazit: „Alt-Pirat Schawinski ist zur Verkörperung all dessen geworden, was er früher leidenschaftlich bekämpfte.“

3. „Foto: ddp (Symbolbild)“
(eichen.blogger.de)
Oskar Lafontaine dient der Online-Ausgabe des Express als Illustration zur Beschreibung eines Vorfalls aus Ägypten, bei dem ein Lehrer offenbar einen Schüler zu Tode geprügelt hat.

4. „Die Grüne Partei will Blogger kaufen“
(ruhrbarone.de, David Schraven)
„Die Grünen wollen ihre Partei modern darstellen. Deswegen wollen sie in diese verdammten Blogs rein, die Obama so erfolgreich gemacht haben. Sie wollen ihren staublangweiligen Parteitag in angesagten, ehrlichen und deswegen relevanten Blogs platzieren.“

5. „Die modernste Stadt der Welt“
(morgenkommichspaeterrein.de, Markus Albers)
Markus Albers war in Tallinn, der Hauptstadt von Estland und ist auf Internet gestossen: „Hier gibt es flächendeckend freies Internet. Cafés, Museen, Tankstellen und seit einigen Monaten sogar Bus und Bahn bieten kostenloses WIFI. In der Innenstadt von Tallinn hängen überall Straßenschilder, die auf staatlich gesponserten Datenfunk hinweisen.“

6. „Who needs an election when you have holograms?“
(guardian.co.uk, Anna Pickard)
Hologramme und Touchscreens sind weder neu (neuerdings.com, 13.3.2007 und 2.6.2008), noch erzeugen sie automatisch besseren Journalismus. Doch sie werden angewendet. „Why? Because we can. We COULD have a correspondent that could say what she says perfectly well in 2D on a normal screen. But why should we, when we can have a hologram?“