BILD dir eine Meinung

Interessant, interessant: Falls man nicht unterstellt, dass „Bild“ schlicht was dagegen hat, wenn (hierzu zum Beispiel) andere anderer Meinung sind als „Bild“, dann ist wohl schon allein die Tatsache, dass in einer Zeitung zwei verschiedene Meinungen stehen können, für „Bild“ (in der ja manchmal sogar zwei verschiedene Wahrheiten stehen) Grund genug, um daraus einen „Verlierer“ des Tages zurechtzubiegen – und die Meinungsverschiedenheit „peinlich“ zu finden.

Mit anderen Worten:

„Peinlich für den Politikchef der ‚Süddeutschen Zeitung‘. Einen Tag, nachdem Heribert Prantl (51) die Rede von Bundespräsident Köhler von seinem Münchener Schreibtisch aus im Leitartikel runtergemacht hat (‚Allgemeinplätze aneinandergereiht …‘), mußte er sich im eigenen Blatt vom jüngeren Kollegen belehren lassen. Reporter Christoph Schwennicke, der Köhler live im Israelischen Parlament erlebt hatte, urteilte: eine Rede ‚mit besonderer Kraft‘.“

PS: Natürlich hätte „Bild“ aus demselben Grund auch ebenso gut Herrn Schwennicke zum „Gewinner“ machen können, aber der Platz für den „Gewinner“ war ja schon vergeben an den tollen Auflagenrekord eines verlagseigenen Sonderhefts der „AutoBILD“! [Ach nee, Unsinn: Das mit der „AutoBILD“ war ja gar nicht heute, sondern gestern, sorry…]