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Ein furchtbarer Fehler

Im vergangenen Jahr bebilderten „Bild“ und Bild.de eine „Bluttat in Berliner WG“ mit dem Foto einer jungen Frau, die die Bildersucher aus der „Bild“-Redaktion für das Mordopfer hielten, die in Wahrheit aber quicklebendig in Bremen saß und mit dem Fall rein gar nichts zu tun hatte (BILDblog berichtete).

Eine krasse Verwechslung, von der aber selbst wir dachten, dass sie bei „Bild“ einen besonders schlimmen Einzelfall darstellt.

Nun ja.

Der nächste uns bekannt gewordenen Einzelfall ereignete sich jetzt ein gutes halbes Jahr später:

Richtigstellung. Am 31. Dezember 2012 hat BILD an dieser Stelle unter der Überschrift "Sie wollten nur schnell zu McDonalds fahren — Marina (17) und Chrissi (18) ertrinken im Auto" über den Unfalltod zweier Mädchen in Bad Tölz (Bayern) berichtet. Dabei ist unserer Redaktion ein furchtbarer Fehler unterlaufen: Das gedruckte Foto zeigt nicht die verstorbene Marina, sondern ein anderes Mädchen, das nicht an dem Unfall beteiligt war. BILD bedauert diese Verwechslung zutiefst. Wir bitten die Betroffenen in aller Form um Entschuldigung. Die Redaktion.

Die naheliegende Konsequenz, für den Anfang einfach keine „privaten“ Fotos von Unfall- und Verbrechensopfern mehr zu drucken, will „Bild“ aber offenbar nicht ziehen.

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