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Der WDR war seit Jahren informiert
(stern.de, Daniel Bouhs und Nicole Simon)
„Im Fall Hademar Bankhofer hatten Kritiker den WDR seit 2004 mehrfach gewarnt. Der Wissenschaftler Gerd Antes übte im Gespräch mit stern.de massive Kritik – am Schweigen des Kölner Senders und an den Methoden des vermeintlichen Gesundheits-Experten.“

Die toten Roma-Mädchen von Neapel
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier analysiert, wie Medien ein einziges Bild mit einer einzigen dazu erzählten Geschichte zur alleinigen Wahrheit stilisieren. Aus dem Rudel der Einheitshaltung ausgebrochen ist einzig der Onlineauftritt der Rheinischen Post – allerdings nicht zum Guten.

Einstellung und Realität von Journalistinnen
(medienheft.ch, Andrea Renggli)
„Der Anteil an Frauen im Journalismus hat in den letzten Jahren zwar stetig zugenommen, doch in Führungspositionen sind Journalistinnen nach wie vor untervertreten. Gemäss einer aktuellen Studie sind die Arbeitsbedingungen und die Familie für Schweizer Journalistinnen aber kein Grund, sich gegen den beruflichen Aufstieg zu entscheiden. Die Ursachen sind demnach anderswo zu suchen.“

Fräulein unschuldig und der fitte Senator
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
„Am Donnerstagabend hat Diekmann im Restaurant Borchardt übrigens Obama die Zeitung mit der Schlagzeile ‚Bild-Reporterin im Fitness-Studio‘ gezeigt, Assistent Love wollte (wenn schon, denn schon) als Fotograf genannt werden. In einen Teil der Auflage hat er es noch geschafft.“

Kameramann von der Hamas festgenommen
(tagesschau.de, mit Video)
„Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hat die radikalislamische Hamas aufgefordert, den verschleppten palästinensischen ARD-Kameramann Sawah Abu Saif sofort freizulassen. Der ARD-Journalist war in der Nacht zum Samstag von vier maskierten Hamas-Männern in seiner Wohnung festgenommen worden. Zur Begründung hieß es, Sawah Abu Saif stehe in dem Verdacht, ein Fatah-Aktivist zu sein.“

Anschwellender Blogsgesang
(telepolis.de, Burkhard Schröder)
„Der Vorwurf, Blogs seien ‚rechthaberisch‘, ist ohnehin subjektiv und kann weder belegt noch widerlegt werden. Die Holzmedien und ihre digitalen Ableger sind in der Regel belehrungsresistenter und unflexibler bei Irrtümern als Blogger, die von ihrem Publikum, sei es noch so klein, jeden Fehler gnadenlos um die Ohren gehauen bekommen.“