Leserkommentare, Spremberg, Apps

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Pöbler werden ignoriert“
(drehscheibe.org, Stefan Wirner)
Sebastian Horn stellt bei den kommentierenden Nutzern von „Zeit Online“ vier verschiedene Typen fest: Den klassischen Troll, den vorbildlichen Musterschüler, den Bemühten oder auch den Fleißigen und den Besserwisser.

2. „Das Schweigen der Mehrheit“
(tagesspiegel.de, Frank Jansen)
Nach dem Angriff auf die Redaktionsräume der „Lausitzer Rundschau“ fährt Frank Jansen nach Spremberg, stellt Fragen und erntet mehrheitlich Schweigen.

3. „Schillernde Indizien“
(nzz.ch, Joachim Güntner)
Joachim Güntner zählt „Rechercheure und Ghostwriter“ auf, die im Namen von Günter Wallraff geschrieben haben. „Das ändert nichts am sachlichen Gehalt von Wallraffs Büchern. Indessen darf man wünschen, dass ein Autor, der antritt, nur aus erster Hand zu berichten, diesen Anspruch auf Authentizität mit einer grösseren persönlichen Wahrhaftigkeit verbindet.“

4. „Die letzte exklusive Ware im Journalismus: Komprimierte Zeit“
(blog.tagesanzeiger.ch, Constantin Seibt)
Printjournalist Constantin Seibt empfiehlt den Zeitungen, „unverschnittene Ware zu liefern“ und „im Zweifelsfall weniger und konzentrierter zu schreiben“. Langfristig bleibe nur eine Chance: „Die Flucht in die Qualität. Also in zeitraubende Bereiche wie Recherche und Stil zu investieren.“

5. „Are publishers waking up from their dream about apps?“
(gigaom.com, Mathew Ingram, englisch)
Ist das iPad für Magazine und Zeitungen wirklich ein Geschenk der Götter? „The biggest problem is that apps are walled gardens by design — most allow you to share articles through social media, but they don’t contain links and in most cases they don’t have comments either.“

6. „Hallo Papa Volkan“
(fraufreitag.wordpress.com)

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