Karl May, Georg Schramm, Dilbert

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Karl May und der Wiederholungstäter Franz Josef Wagner“
(unlesbar.de, Christian Ciemalla)
Was „Bild“-Kolumnist Franz Josef Wagner in seinem Brief an Karl May schreibt.

2. „Die Meinungsmacker“
(spiegel.de, Barbara Hans)
Barbara Hans prüft in deutschen Zeitungen, wie viele Leitartikel von Frauen verfasst sind: „Von insgesamt 199 Artikeln wurden 35 von Autorinnen verfasst, das entspricht 18 Prozent. Die Stichprobe erhebt nicht den Anspruch, repräsentativ zu sein. Sonntagszeitungen wurden nicht berücksichtigt.“

3. „Das Imperium schlägt zurück: Wie die FAS die Piraten versenken will“
(surfguard.wordpress.com)
Surfguard reagiert auf drei, gestern in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ über die Piratenpartei erschienene Artikel. „Die Piraten sind keine Post-Privacy-Propheten, auch wenn es solche bei ihnen sicherlich gibt, so wie es einen Arbeitnehmerflügel in der CDU gibt. Die Piraten fordern die Transparenz staatlichen Handelns, sprechen sich aber ganz ausdrücklich für das Recht jedes Menschen auf Privatsphäre aus, sogar für dessen Erweiterung, und natürlich für informationelle Selbstbestimmung.“

4. „Indien: Die letzte handgeschriebene Zeitung der Welt“
(de.globalvoicesonline.org, Rezwan)
„The Musalman“ aus Chennai ist die womöglich einzige handgeschriebene Tageszeitung der Welt.

5. „Der Pauker-Prophet Georg Schramm“
(boess.welt.de, Gideon Böss)
Gideon Böss glaubt, das Publikum von Kabarettist Georg Schramm (Neues aus der Anstalt) genau zu kennen: „Schramm brüllt auf der Bühne, ist empört und verwünscht die Mächtigen, die Reichen und Erfolgreichen. Das alles für ein verbeamtetes Publikum aus Lehrern, das sich für die Sicherheit einer enorm privilegierten Arbeitsstelle um die Chance gebracht hat, vielleicht selbst einmal richtig mächtig, reich und erfolgreich zu werden (aber auch um das Risiko, dabei pleite zu gehen). Es ist eine Symbiose: Die Lehrer sind die treusten Fans der Kabarettisten und die Kabarettisten schimpfen im Gegenzug über all das, was die Lehrerzimmer der Nation ärgert. Über Dieter Bohlen, die FDP und Josef Ackermann. Aber erstaunlich selten darüber, dass man den Beamtenstatus für Lehrer abschaffen sollte. Wer legt sich schon ohne Not mit seiner Klientel an (zumal, wenn dann und wann ein Preis zu vergeben ist)? Da sind Kabarettisten auch nicht anders als die von ihnen kritisierten Politiker.“

6. „The One that Didn’t Get Published“
(dilbert.com, Scott Adams, englisch)
Ein von der Zeitung zurückgewiesener „Dilbert“-Comic.