Abendländisch-christlich, agressiv und intolerant

Frage: Wer wollte „Bild“ vorschreiben, was sie schreibt?

Antwort: Niemand!

Aber manchmal (und gelegentlich) könnte doch alles so einfach sein – beispielsweise dann, wenn in der heutigen „Bild“ zum Thema „Wird Frau Merkel wie George Bush?“ u.a. folgender Satz geschrieben steht:

„Aber die Berufung auf abendländisch-christliche Werte gewinnt gerade in der Abgrenzung zu aggressiven, intoleranten Muslimen wieder an Bedeutung (…)“

Aber ja! Denn selbst die „Bild“-Zeitung hätte doch bestümmt nichts dagegen einzuwenden, wenn der zitierte Satz ein paar Zeilen länger wäre, dafür allerdings (unmissverständlicher) wie folgt lauten würde:

Aber die Berufung auf abendländisch-christliche Werte gewinnt gerade in der Abgrenzung zu einer von den Medien oft unverhältnismäßig pauschalisierend, ideologisch und reflexhaft herbeizitierten Minderheit ‚islamistischer Gruppen‘ oder ‚gewaltbereiter Moslems‘ an Bedeutung (…)

Oder?