Kein Kommentar

Der Burda-Verlag konnte nicht wissen, welche Vorlage er den Kollegen von „Bild“ liefern würde, als er die Verleihung seines Bambi an Sibel Kekilli mit ihrer „eindringlichen“ Darstellung in dem preisgekrönten Film „Gegen die Wand“ begründete. Die „Bild“-Zeitung setzte die Formulierung „eindringliche Darstellung“ daraufhin am 2. November unter ein Foto aus einem Pornofilm, den Kekilli gedreht hatte, auf dem ein Mann gerade von hinten in sie eindringt.

Der Kölner „Express“ hatte vor zwei Wochen die Meldung über den Bambi für Kekilli zum Anlass für eine Foto-Galerie im Internet genommen: „Auch die Skandal-Schauspielerin Sibel Kekilli wird ausgezeichnet. Sie drehte früher Pornos – die Bilder“.

Beiden Zeitungen hat Kekilli bekanntlich bei der Verleihung des Bambi eine „dreckige Hetzkampagne“ und „Medienvergewaltigung“ vorgeworfen. Der Chefredakteur des „Express“, Rudolf Kreitz, sagte am Tag darauf, er habe Verständnis dafür, dass Kekilli sich darüber geärgert habe. Dies sei „ein misslicher Ausrutscher gewesen, den wir sehr bedauern„. Der Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, Kai Diekmann, sagte am Tag darauf: nichts.