Mikrozeitungen, Cover my Song, Ungarn

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Für eine kritische Berichterstattung – Ungarische Journalisten wehren sich“
(youtube.com, Video, 7:11 Minuten)
Ungarische Websites weichen auf ausländische Server aus, berichtet „ttt“ – „da sind sie vor der Medienbehörde sicher“.“Eines hat Ministerpräsident Orban nicht bedacht: Im Internetzeitalter kann er einen Krieg um die Meinungsfreiheit nicht einfach per Gesetz gewinnen.“

2. „Raus aus den Ritualen“
(funkkorrespondenz.kim-info.de, Rupert Neudeck)
Nach vier Ausgaben der Talkshow „Günther Jauch“ zieht Rupert Neudeck eine Bilanz: „Die Zwangsjacke, Gäste einzuladen, die – schönes neues deutsches Wort – ‚talkshowfähig‘ sind, scheint auch für Jauch knallhart verbindlich.“

3. „Respekt oder Reality? Warum Fernsehen auch ohne Grenzverletzungen unterhalten kann“
(faz-community.faz.net, Peer Schader)
Peer Schader empfiehlt die „Vox“-Sendung „Cover my Song“, in der Rapper und Schlagerstars gegenseitig ihre Songs covern: „Dabei zuzusehen macht ungeheuer gute Laune, vor allem, weil die beiden Seiten sich nicht nur mit großem Respekt aneinander herantasten, sondern in einigen Fällen sogar merken, dass sie einen ganz ähnlichen Zugang zur Musik haben: über ihre Motivation, die Erfahrungen, die Arbeitsweise.“

4. „Wir erhalten ständig Bewerbungen – für Wunschkandidaten führen wir bereits Listen“
(persoenlich.com, Corinne Bauer)
Urs Gossweiler plant, ab dem Dezember 2012 in Zürich zwölf Mikrozeitungen zu verlegen und sucht dazu Mitarbeiter: „Pro Mikrozeitung benötigen wir acht Journalisten, vier Verlags- und drei Produktionsspezialisten. Insgesamt also 12 x 15 Leute.“

5. „‚Die Presse‘: Kommentare zu verkaufen!“
(kobuk.at, Sebastian Fellner)
Die Finanzierung der wöchentlich in der Zeitung „Die Presse“ erscheinenden Rubrik „Baupanorama“.

6. „Das Recht auf Meinung“
(estherruppertlaemmer.wordpress.com)
„Ja, ich bin Journalistin. Und, ja: Ich habe eine eigene politische Meinung.“