medienlese – der Wochenrückblick

Bei Spiegel Online, Heidemann mit Vertrag, Rock?n?Roll.

Bei Spiegel Online, Heidemann mit Vertrag, Rock?n?Roll.

Das Blog Spreeblick.com machte uns freundlicherweise darauf aufmerksam, dass Konrad Lischka und Christian Stöcker von Spiegel Online einen Artikel von uns in „Argumentation und Beweisführung“, wie soll man sagen, weitergesponnen haben. Frédéric Valin schrieb: „Denn der SpOn-Artikel ergänzt den Artikel bei Medienlese nur, mit neu aufbereitetem Material und anderen Zitaten, stilistisch bedächtiger und, ja, ein klein bißchen langweiliger.“ Danke für die Ehre, Spiegel Online. Ob wir nächstes Mal sogar verlinkt werden?

Die Bild-Zeitung schrieb unter dem Titel „Ich beschaffte die falschen Hitler-Tagebücher … und bin heute ein Sozialfall“ ausführlich über den 25. Jahrestag der Veröffentlichung der Hitler-Tagebücher im Stern und den dafür verantwortlichen Journalisten Gerd Heidemann. Als die NRZ bei Heidemann anrief, wollte dieser nichts sagen: „Ich hab‘ doch einen Vertrag. Ich darf mit keinem anderen Journalisten reden, sonst kürzt mir die ‚Bild‘ das Honorar. Ich muss jetzt aufhören.“ Pech für die NRZ: „Das Honorar, die Bild-Zeitung, Sie wissen schon.“

Nachtrag. Mark van Huisseling schrieb letzte Woche über eine Bild-Reporterin: „Im sogenannten VIP-Abteil begegnete mir Annette Pawlu, eine Kollegin, die sagt, sie sei jung, blond und attraktiv, und die für Bild schreibt. Zu Christopher Lambert, einem Schauspieler, sagte sie: «Sie tragen keinen Schmuck, ich hätte mehr Rock?n?Roll erwartet von Ihnen.» Er erwiderte: «Ich zeige Ihnen Rock?n?Roll, meine Zimmernummer ist die 416.» Ich hatte die längste Zeit gemeint, schlechter als seine Sätze im Film «Der Sizilianer» gehe es nicht.“

Der SPD-Politiker Sebastian Edathy beendete ein Interview mit dem Sender Radio 1 gleich bei der ersten Frage, die Netzeitung berichtete von einem „Flashmop in einem Adida-Geschäft„, die Top 100 Public Intellectuals wurden gesucht und ein Asylsuchender in der Schweiz sollte eine Busse zahlen, weil er ehrenamtlich eine Radiosendung moderierte. Der Macher eines Migrantenmagazins wurde aber freigesprochen.

Eine weitere bekannte Printjournalistin wechselte in die PR-Branche. Bettina Mutter, noch bis Ende Juli 2008 für den Tages-Anzeiger im Bundeshaus tätig, wird bald für die PR-Agenutur Burson-Marsteller tätig sein. Mehr dazu bei infamy.

Der meistgeklickte „6 vor 9“-Artikel die letzte Woche war Thinkabouts Rausschmiss bei facts.ch. Der meistgelesene Artikel war der Test der Zeitschrift Neon.