Der Tod lauert am Arbeitsplatz

"Dachdecker auf Platz 1: Das sind die gefährlichsten Berufe"

Es sind schockierende Zahlen, die Bild.de hinter diesem blutroten Teaser bereit hält. Es geht im Text um die Erhebungen von „Map Report“ zu den Neuzugängen an Renten wegen Berufsunfähigkeit und wegen Todes im Jahr 2006.

Erschreckend, dass da laut Bild.de beispielsweise rund „52 Prozent“ der Dachdecker eine Erwerbsunfähigkeitsrente „wegen eines Berufsunfalls“ erhielten. Noch viel erschreckender:

Knapp 20 Prozent der Schlachter erlitten während der Arbeit einen tödlichen Unfall, bei den Krankenpflegern sind es zwölf Prozent.

Und bei den Küstern wären es demnach 18 Prozent!? Werden die reihenweise von Schweinehälften und Bettpfannen erschlagen oder fallen vom Glockenturm?

Auf Nachfrage bei „Map Report“ beruhigt man uns, dass die Zahlen zur Berufsunfähigkeitsrente nichts über die Zahl der Arbeitsunfälle aussagen, sondern nur darüber, ob jemand berufsunfähig geworden ist. Aus welchen Gründen auch immer. (Tatsächlich betrage der Anteil der Arbeitsunfälle an der Berufsunfähigkeit insgesamt nur drei Prozent).

Und Renten wegen Todes werden gezahlt, wenn, nun ja, wenn die Menschen sterben. Warum auch immer.

Mit Dank an Martin L. für den Hinweis!