Nichts Neues im Dschungel

Seit dem Start der zweiten Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ist „Bild“-Reporterin Patricia Dreyer vor Ort in Australien und berichtet aus dem RTL-Camp. Gestern hatte sie vermutlich ziemlich viel Freizeit – trotz der großen „Schummelei“-Enthüllungsgeschichte, die heute im Blatt steht.

„Warum regnet’s nie?“, fragt Dreyer darin misstrauisch – und erklärt: „Weil der Regen gar nicht ins Camp gelangt! Eine Plane ist drübergespannt, damit trotz extremer Wetterbedingungen TV-Bilder geliefert werden können.“ Na gut, das ist kein Aufreger. Schon am 18. Januar 2004 während der ersten Dschungel-Staffel hatte „BamS“ berichtet: „Das ganze Areal ist gegen Regen geschützt. Techniker Keith, der im TV-Team arbeitete, zu BamS: ‚In die Baumwipfel wurde eine riesige Abdeckplane eingewoben.'“

„Warum hört man keine Tiergeräusche?“, rätselt die Dschungelreporterin weiter. Na, „weil’s keine gibt! Alle größeren wilden Tiere wurden vor Beginn der Dreharbeiten aus dem Wald entfernt, um die Promis nicht zu gefährden.“ Auch nicht gerade eine Neuigkeit. Vor 9 Monaten zitierte „BamS“ einen RTL-Mitarbeiter: „Das Camp ist vorher gesäubert worden. Jedes Tier, auf das die Kandidaten treffen, ist von RTL dort platziert worden.“

Und der angeblich verbotene Kontakt zur Außenwelt? Dreyer deckt auf: „Von wegen Einsamkeit! Die Promis können mit einem Psychologen telefonieren, in Notfällen einen Arzt verlangen, einmal am Tag wird auch das Plumpsklo geleert.“ Das mit dem Plumpsklo war bisher tatsächlich nicht bekannt. Der Rest schon. Wieder „BamS“ im Januar: „Sie sind ganz auf sich gestellt – hieß es vor dem Start der Show. In Wirklichkeit stand sogar ständig ein Psychologe zur Verfügung, der im eigens dafür aufgebauten Haus (darin ist auch die Erste-Hilfe-Station) fleißig kontaktet wurde.“

Ein paar Seiten vor Dreyers Bericht druckt „Bild“ übrigens diese originelle Eigenanzeige ab: