Blutzoll

„Bild“ spricht eine „Wahl-Empfehlung“ aus. Für Bush. An wen sich diese „Empfehlung“ richtet, womöglich an die 200.000 Amerikaner, die in Deutschland leben, wer weiß es. „Bild“-Ratgeber Hugo Müller-Vogg weiß dafür „zehn Gründe, warum es für Deutschland, die Welt und Amerika besser wäre, wenn George W. Bush Präsident bleibt.“

Am besten ist Punkt 3:

Unter Bush werden die USA als Supermacht weiterhin die Hauptlast in dem von den islamistischen Fanatikern einseitig erklärten „Heiligen Krieg“ tragen – militärisch, finanziell und auch beim Blutzoll.

Anders gesagt: Die USA haben den Krieg zwar nicht angefangen, aber immer noch besser, Amerikaner sterben, als Deutsche.

Ist es das, was die Axel Springer AG meint, wenn sie alle Redakteure als einen von fünf Grundsätzen auf die „Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“ verpflichtet? Und wissen das die Amis, dass sie George W. Bush wählen sollen, damit sie auch weiterhin die „Hauptlast“ des „Blutzolls“ tragen dürfen? Weil das nicht nur für „Deutschland“ und „die Welt“, sondern auch für „Amerika“ besser wäre?