„BamS“ mit „S“ wie Selbstlosigkeit

Die „Bild am Sonntag“ hat ein Foto von der verhungerten fünfjährigen Lea-Sophie, wie sie nackt und tot auf dem Obduktionstisch liegt. Und weil sie dieses Foto hat, zeigt sie es. Und sie zeigt es, weil sie es hat. Eine Großaufnahme ihres Gesichtes. Bild.de wirbt zusätzlich noch mit einem Bild von der ganzen abgemagerten Leiche.

Es war der „Bild am Sonntag“ aber nicht genug, dieses erschütternde Foto zu zeigen. Sie musste diese Entscheidung auch noch als einen selbstlosen Akt verbrämen. Als eine Veröffentlichung, die gut ist. Gut nicht nur für die „Bild am Sonntag“ und die Klickzahlen von Bild.de (und den „Bild“-Fotografen, der dieses Foto besorgt hat). Sondern gut für die Gesellschaft. Gut für uns alle. Gut für die von ihren Eltern vernachlässigten und misshandelten Kinder in Deutschland. Die sind dadurch, dass die „Bild am Sonntag“ die tote Lea-Sophie millionenfach zur Schau stellt, offenbar weniger bedroht.

Es ist ein Schock-Foto. Und wir haben lange diskutiert, ob es richtig ist, eines dieser schrecklichen Obduktionsfotos zu zeigen. Nach Abwägung aller Argumente haben wir uns dazu entschlossen, es zu tun.

Denn wir wollen, dass so etwas nie wieder in Deutschland passiert!

Wie: „Denn“?

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