„BamS“-Reporter sind (…)

Ding-Dong. Oder um’s mit der „Bild am Sonntag“ zu sagen:

ÜBERMORGEN BEGINNT DER PROZESS GEGEN MARCO IN DER TÜRKEI (…) Vergangene Woche begab sich BILD am SONNTAG erneut auf Spurensuche in England: (…) Die BamS-Reporter klingeln an dem kleinen Einfamilienhaus von Charlottes Vater Graham M. (…) Als auf das Türklingeln niemand öffnet, hinterlassen die BamS-Reporter einen Brief, fragen den Vater nach dem Zustand seiner Tochter und zu den Ereignissen des vergangenen Jahres.
(Auslassungen von uns.)

„Zwei Stunden später“, so steht es anschließend in der heutigen „BamS“, habe Charlottes Vater den Reportern eine SMS geschickt, die von der „BamS“ dokumentiert und wie folgt übersetzt wird:

„Meine Familie und ich haben mehr durchgemacht, als ich es mir hätte jemals vorstellen können. Charlotte ist ein Kind, welches sich wohl nie wieder erholen wird. Wir müssen jetzt für uns bleiben und versuchen, endlich unseren Frieden zu finden (…). Marco wird diesen Frieden auch finden müssen. Ich hoffe, er und seine Familie finden ihn auch.
(Auslassung von „Bild am Sonntag“.)

An der Stelle, an der sich in der „BamS“-Übersetzung die drei Auslassungspunkte finden, stehen im Original vier Worte:

Please respect our peace.

Warum die „BamS“ ihren Leser die Übersetzung dieses kurzen Satzes vorenthält, wissen wir nicht. Ein Übersetzungsproblem wird es nicht gewesen sein. Aber vielleicht haben ihn die Reporter Shila Behjat und Jürgen Damsch trotzdem nicht verstanden. Schließlich handelt es sich dabei um die ausdrückliche Bitte, die Privatsphäre zu respektieren.

Mit Dank an Georg H., Kai B. sowie Florian und Annette Z.