Vor der eigenen Haustür

Kennen Sie den Innocentiapark?

Der Innocentiapark ist die erste öffentliche Grünanlage Hamburgs gewesen und wurde im Stil eines Londoner Squares angelegt. Das ca. drei Hektar große Gelände, umgeben von vielen Bäumen und abgeschirmt von den umliegenden Straßen, galt schon damals als Erholungsort für die Anwohner. Bis heute ist der Park eine Idylle für jung und alt.

Ach? Eine „Idylle“? Das wissen „Bild“-Leser aber besser. Seit Anfang des Jahres berichtet das Blatt nach Recherchen der Zeitschrift „Message“ häufig und ausführlich über die Grünfläche im exklusiven Stadtteil Harvestehude und meldet Erschütterndes über „Ohne-Leine-Hunde“, Hundekot, Tierbesitzer ohne Unrechtsbewußtsein und Polizisten, die erst mit fast einstündiger Verspätung die Verfolgung verbrecherischer Hundeleinen-Verweigerer aufnahmen. Als sei das nicht genug, zerstörte im Sommer auch noch ein Sturm Bäume im Park — „Bild“ rief die Leser zu Spenden auf, um die Attraktivität der Villengegend zu erhalten.

Ist doch schön, dass „Bild“ auch einmal für andere kämpft, nicht immer nur in eigener Sache.

Und damit zu einem anderen Thema: Wissen Sie, wo sich „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann und seine Frau Katja Keßler vor nicht all zu langer Zeit eine Villa gekauft haben? Die Zeitschrift „Message“ weiß auch dies: In Harvestehude, ganz in der Nähe des Innocentiaparks. Der war die erste öffentliche Grünanlage Hamburgs, wurde im Stil eines Londoner Squares angelegt und ist bis heute eine Idylle für jung und alt…

Nach einem Artikel aus der Juli-Ausgabe von „Message“, der jetzt auch online zu lesen ist.

Nachtrag, 17.40 Uhr: In der aktuellen Ausgabe von „Message“ hat Kai Diekmann in einem Leserbrief geantwortet: „(…) ich verlange ausdrücklich von allen Mitarbeitern, dass sie die Augen offen halten und sich, wie Message es nennt, ‚von ihrem persönlichen Umfeld inspirieren lassen‘. Das ist keine Vermischung privater und journalistischer Belange, sondern Voraussetzung für eine gute, lesernahe Zeitung, die weiß, was die Menschen bewegt. Ihre Auslegung läuft hingegen darauf hinaus, dass ich selbst vor einer Kindesmisshandlung im Nachbarhaus die Augen schließen müsste — weil ich im Falle der Beendigung dieses Missstandes von der Ruhe profitieren würde. Wollen Sie das?“