Suche Publicity, biete Schlagzeile

In Deutschland beginnt die Karnevalssaison, und Tim Bibelhausen ist „Promifriseur“. Zumindest gehören zu den Kunden in seinem Kölner Salon „Hair Concept“ nach eigenen Angaben auch Jürgen und Ramona Drews, Mickie Krause, Michaela Schaffrath, Ulla Kock am Brink u.v.a.m. — und zum Thema „Haarverlängerung/-Verdichtung“ holte sich der TV-Sender RTL „bereits mehrmals“ bzw. „immer“ Rat bei Bibelhausen. Noch bekannter denn als „Promifriseur“ ist Bibelhausen, der 2005 auch mal kurzzeitig Kandidat in der RTL2-Show „Big Brother“ war, jedoch unter seinem Künstlernamen „Tim Toupet“. Sein bislang größter Erfolg ist das Ballermann-Lied „Du hast die Haare schön“, das sich durch den Auftritt einer Bewerberin für die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ auch jenseits der mallorquinischen Grenzen ins öffentliche Bewusstsein drängte. Am 11. Januar erschien Bibelhausens aktuelle Single „Ich hab ’ne Zwiebel auf dem Kopf — ich bin ein Döner“, ein Lied, das dadurch eine breitere Öffentlichkeit erreichte, dass Michaela Schaffrath es unlängst in der RTL-Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ einem Millionenpublikum vorsang.

Und die „Bild“-Zeitung druckt heute Bibelhausens kompletten „Döner“-Text (siehe Ausriss). Anlass dafür ist Bibelhausens Behauptung, er sei „der heimliche Geliebte von Dschungel-Michaela (Ex Gina Wild)“ (siehe Ausriss):

„Wir kennen uns seit über einem Jahr“, erzählt Tim. (…) Doch im November 2007 habe sich das Verhältnis geändert — aus den beiden wurde ein Paar. Tim: „Wenn’s nach mir ginge, hätte alles schon eher bekannt werden können.“

Im Dschungel verriet sich Michaela übrigens, als sie übermütig „Ich bin ein Döner“ trällerte — das neue Lied von Tim Bibelhausen (…). Ihr Pech: Der Song war bei ihrem Abflug nach Australien noch gar nicht auf CD veröffentlicht. Tim: „Sie kannte es von zu Hause, ich hatte es ihr vorgespielt.“

Weil aber Schaffrath selbst sich erst gestern noch von „Bild“ mit der Aussage zitieren ließ, sie sei „zur Zeit Single“, ist obige „Döner“-Passage heute der einzige Beleg für Bibelhausens Behauptung, er sei Schaffraths „heimlicher Geliebter“ — und dabei nicht ganz richtig: Das „Döner“-Lied ist bereits im Dezember auf einem CD-Sampler erschienen, öffentlich vorgetragen wird es von Bibelhausen offenbar schon viel, viel länger. Tätää.

Mit Dank an Ralph A., Alexander Z., Tobias S., Holger P., Stefan P. und tobito für den Hinweis.

Nachtrag, 30.1.2008 (mit Dank an Jan W.): Eine in kölscher Mundart gesungene Version des „Döner“-Songs [mp3] gibt es offenbar schon seit November 2006.

Nachtrag, 1.2.2008: In „Bild“ findet sich heute eine Fortsetzung der Geschichte (Überschrift: „Michaela Schaffrath über ihren heimlichen Geliebten: ‚Er hat mein Herz gebrochen, ich will ihn nicht mehr sehen'“). Darin heißt es rückblickend, „dass Tim Toupet offen über die Beziehung geplaudert hatte“. Schaffrath selbst allerdings, die „nie wieder über diese Sache reden“ will, fasst Bibelhausens Geheimnisverrat in „Bild“ lieber dahingehend zusammen zusammen, „dass er auf meine Kosten Werbung für sich machen wollte“. Und dass Bibelhausen das Döner-Lied „für sie geschrieben“ habe, nennt Schaffrath „Quatsch“. Wie wir.