Die „Bild“-Zeitung: Jetzt wieder neu mit Naumann!

Als unabhängiges und überparteiliches Medium berichtet „Bild“ natürlich auch über die anstehenden Bürgerschaftswahlen in Hamburg und die Spitzenkandidaten von CDU und SPD. Über den amtierenden ersten Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust (CDU), beispielsweise schrieb „Bild“:

Als jedoch eines schönen Tages der ehemalige „Zeit“-Herausgeber Michael Naumann (der sich in der Vergangenheit häufiger kritisch über „Bild“ geäußert hatte) überraschend SPD-Spitzenkandidat wurde, berichtete auch „Bild“:

Bis Naumann vor einem halben Jahr bei einem öffentlichen Auftritt sagte:

„Nicht alles, was in der ‚Bild‘-Zeitung steht, stimmt; ich bin immer froh, wenn gar nichts über mich in der ‚Bild‘-Zeitung steht…“

Denn anschließend stand gar nichts mehr über Naumann in der „Bild“-Zeitung. Stattdessen hieß es bei sich bietender Gelegenheit zum Beispiel:

Kein „Naumann“, nirgends. So ging das eine ganze Zeit — bis Naumann sich bereit erklärte, am vergangenen Montag bei der Präsentation des neuesten Buches von „Bild“-Chef Kai Diekmann als Laudator aufzutreten. Das „Hamburger Abendblatt“ nannte es „einen taktischen Friedensschluss“. Und auch wenn der Friedensschluss selbst kein sonderlich harmonischer war, hatte er für Naumann am Mittwoch in der „Bild“-Hamburg doch ein Happy End:

Mehr dazu beim NDR-Medienmagazin „Zapp“.