Asiaten, Mario Gomez, Quotensucht

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Hart, aber höflich“
(visdp.de, Frank Joung)
Frank Joung ärgert sich anlässlich des G20-Gipfels in Seoul über die Sicht einiger Journalisten auf Asiaten, die einzeln eher als harmlos beschrieben und belächelt werden, im Kollektiv aber schnell mal als „gelbe Gefahr“ gelten. Ab Seite 8 (PDF-Datei) werden Zeitungstitel zu den Castortransport-Protesten gegenübergestellt.

2. „Gomez‘ leiser Appell an die Menschlichkeit“
(de.eurosport.yahoo.com, Thomas Janz)
Mario Gomez erklärt, dass seine von „Bunte“ publizierten Aussagen über das Coming-Out von homosexuellen Fußballern „vor acht bis neun Monaten“ getätigt und weder von ihm noch vom Verein freigegeben wurden. „Die Leute wollen immer ehrliche und offene Antworten hören. Aber wenn etwas daraus gemacht wird, was nicht der Wahrheit entspricht, überlegt man sich vielleicht dreimal, was man Preis gibt.“

3. „Die Dynamik der Angst“
(taz.de, Frank Miener)
„Immer neue Themen“ werden bei der alarmistischen Berichterstattung zu angeblich gefährlichen Krankheiten „durch den medialen Durchlauferhitzer gejagt – bis sie sich als harmlos erweisen“. „Die Folge: Die Leser stumpfen ab und reagieren immer uninteressierter auf die neueste Katastrophe, so berechtigt sie auch sein mag.“

4. „Der Fall Oberhauser und das Elend der Meinungsmache“
(derstandard.at, Gerhard Zeillinger)
Gerhard Zeillinger kommentiert den Umgang von Boulevardzeitungen mit Elmar Oberhauser: „Worum es in der Sache eigentlich geht, wird nicht berichtet. Darüber nämlich, wie massiv eine Partei Einfluss auf die Personalpolitik eines öffentlich-rechtlichen Senders nimmt.“

5. „Correction practices at major news sites are a mess, survey finds“
(mediabugs.org, Mark Follman and Scott Rosenberg, englisch)
Beim Umgang von US-Nachrichtenseiten mit Fehlern werden große Unterschiede festgestellt. „Fox News is the exception in the group. Apparently the Fox network never makes errors. We found no corrections content at all on its website.“

6. „ARD: Einknicken vor der Quote?“
(sueddeutsche.de, Christopher Keil)
Die drei letzten Folgen von „Im Angesicht des Verbrechens“ werden wegen tiefer Quoten „am 19. November hintereinander versendet“. „Zwei Millionen Menschen sind ordentlich, aber natürlich deutlich weniger als 3,5 Millionen, die den üblichen Zuschauerschnitt am Freitagabend bilden, wenn die ARD um 21.45 Uhr zur Tatort-Wiederholung ansetzt.“ Auch Fernsehkritik.tv berichtet: „Im Angesicht der Quotensucht“.