Humpe, Hartplatzhelden, WDR Print

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Es gibt nur eine Annette Humpe!“
(blogs.taz.de/hausblog, Mathias Broeckers)
Die „taz“ druckte gestern auf Seite 13 zu einem Porträt von Annette Humpe ein Foto von Inga Humpe ab. „Die Agentur Action Press hatte es in ihrer Datenbank falsch ausgezeichnet und in der Redaktion war es niemand aufgefallen.“

2. „Geschichte eines Fehlers oder: Wer schreibt von wem ab?“
(kobuk.at, Yilmaz Gülüm)
Eine falsche Bezeichnung einer Uhrenmarke in einer Meldung der APA breitet sich unkorrigiert auf mehreren Online-Portalen aus.

3. „Hartplatzhelden gewinnen Finale vor dem BGH“
(telemedicus.info, Adrian Schneider)
Die Website hartplatzhelden.de gewinnt in letzter Instanz im Prozess gegen den Württembergischen Fußballverband: „Kein wettbewerbsrechtlicher Leistungsschutz für Amateurfußballspiele“ entscheidet der Bundesgerichtshof. „Wir erinnern uns: Das Portal ‚Hartplatzhelden‘ zeigt Videos von Amateurfußballspielen, aufgenommen von den Nutzern der Webseite. Der Baden-Würtembergische Fußballverband ‚WTV‘ sah sich dadurch in seinen Rechten verletzt und nahm für sich die Übertragungsrechte an den Spielen in Anspruch.“

4. „Ludwig A. Minellis Ehre wurde verletzt“
(tagesanzeiger.ch, Patrick Gut)
Ludwig A. Minelli, Gründer der Sterbehilfeorganisation Dignitas, setzt sich in einem Verleumdungsprozess vor dem Bezirksgericht Horgen erfolgreich gegen eine Kolumnistin der „Zürichsee-Zeitung“ durch. Sie schrieb 2009 über ihn: „Was für ein Monster, dieser Mann, der auf Wunsch in miesen Kammern und sogar auf Parkplätzen weit her gereiste Leute abmurkst“.

5. „Leuchtturm der selbstbezüglichen Süffisanz“
(carta.info, Jan Krone)
Jan Krone gratuliert zu zehn Jahren „Altpapier“: „Im Vergleich zu Link-Newslettern erlaubt das ‚Altpapier‘ entschleunigte Minuten Lesegenuss ohne das zehrende Informationsarbeiten mit vielen branchenspezifischen Fachinformationsdiensten.“

6. „Untergrund-Redaktion verkündet ‚Wende im WDR'“
(freienseiten.de)
Von der Hauszeitschrift „WDR Print“ wird eine Zukunftsausgabe mit Datum November 2011 gedruckt (PDF-Datei): „Die Plagiatoren – eine Redaktionsgruppe von WDR-Journalisten und freien Mitarbeitern des Senders – machen auf 16 aufwändig und originalgetreu gestalteten Seiten einerseits die Programmverflachung und einseitige Quotenorientierung des derzeitigen WDR-Programms öffentlich und senderintern zum Thema.“ WDR-Intendantin Monika Piel dazu: „Unsere freien Mitarbeiter wissen oft am Besten, was im Argen liegt.“