Bittere Rache

Am Donnerstag berichtete „Bild“ erstmals, dass Roberto Blancos Ehefrau Mireille die Scheidung eingereicht hat, weil er ihr des öfteren untreu war. Heute schlagzeilt „Bild“:

Drunter steht:

Und im Text? Da ist zu lesen, dass Mireille Blanco vom Familiengericht vorläufig einen monatlichen Unterhalt in Höhe von 7100 Euro zugesprochen bekommen hat, den ihr Mann zahlen soll, weil sie selbst mittellos ist, und dass ursprünglich eine Unterhaltsforderung von 15.000 Euro eingereicht wurde, die nun im weiteren Scheidungsverfahren geprüft wird.

Vor Gericht wurde Roberto Blanco nicht „gezerrt“. Im Gegenteil:

„Die festgelegte Summe hat Herr Blanco (…) bisher nicht gezahlt. Dabei wollten und wollen wir eine einvernehmliche Lösung. Wir haben ihn schon vor Monaten dezent angeschrieben und eine großzügige Frist gesetzt. Doch er teilte uns nur mit, dass er in der Klinik sei. Dabei war er lediglich in Marbella zum Abspecken“,

zitiert „Bild“ Mireille Blancos Anwältin.

Und was ist mit den Grausamkeiten, die „enthüllt“ wurden? Ganz einfach: nichts. Mireille Blanco hat schlicht und einfach ihrer Anwältin anvertraut, welche Gründe sie zu der Scheidung bewogen haben. Von einer „Enthüllung“ kann keine Rede sein. Und „bittere Rache“ sieht womöglich auch anders aus.

Die korrektere Schlagzeile „Roberto Blanco: Ehefrau will einvernehmliche Lösung“ stand bei „Bild“ vermutlich trotzdem nicht zur Diskussion.