Endlich, aber leider

„Hä?“

haben sich die Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums gefragt, als sie heute morgen in der „Bild“-Zeitung diese Überschrift sahen:

Nicht alle bekommen die Pensionen gekürzt? Wer denn nicht?

Im „Bild“-Artikel steht es nicht. Im heute von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzesentwurf steht es nicht. Und auf unsere Nachfrage fällt dem Innenministerium auch nicht ein, was „Bild“ meinen könnte.

Im Gegenteil: Die Einschnitte gelten (sobald der Bundestag das Gesetz verabschiedet hat) bereits für die Mitglieder dieser Bundesregierung. Die Altersgrenze, ab der sie eine Pension beziehen, wird angehoben, die Mindestamtszeit erhöht, die Höchstdauer des Übergangsgeldes gesenkt. Und auf ihre Pensionen werden, anders als bisher, andere Einkommen und Renten angerechnet. Mit anderen Worten: Sie werden gekürzt. Für alle im Kabinett.

Lustigerweise hat bei Bild.de jemand offenbar die „Bild“-Unterzeile auch nicht verstanden und versucht, sie zu konkretisieren:

Endlich! Regierung kürzt Luxuspensionen für Minister ...aber nur, wenn sie nicht lang genug im Amt waren

Netter Versuch, aber: Doch, auch dann.