Tolle Leistung!

Ist schon eine große Geschichte geworden, die „Bild“ heute über Dietrich Grönemeyer im Blatt hat:

Die Geschichte wird ein wenig kleiner, wenn man all das wegstreicht, was zu Grönemeyer (mit zum Teil fast identischem Wortlaut) ursprünglich im aktuellen „Spiegel“ steht, der in der viertletzten Zeile immerhin namentlich genannt wird:

Übrig bleiben dann:

  • (1) ein Absatz, der (mit fast identischem Wortlaut) aus einem älteren „Spiegel“-Artikel übernommen wurde — wobei „Bild“ teilweise aus indirekter Rede ein wörtliches Zitat gemacht und auf eine Quellenangabe verzichtet hat
  • (2) die unbeantwortete Frage: „Wollte der Professor unbedingt berühmt werden?“
  • (3) der Satz: „Professor Grönemeyer war gestern nicht zu erreichen.“
  • (4) der Artikelanfang:

    Der große Bruder war schon lange berühmt: Herbert Grönemeyer (54), Schauspieler und Sänger. Der kleine Bruder ist in den letzten Jahren bekannt geworden: Professor Dr. Dietrich Grönemeyer (50)…

Doch weil in Wirklichkeit nicht Herbert „(54)“ der große Bruder von Dietrich „(50)“ ist, sondern umgekehrt Dietrich (54) der große Bruder vom Herbert (50), ist quasi die einzige journalistische Eigenleistung im gesamten „Bild“-Artikel…

… ein Fehler.

Mit Dank an Jörg L. für den Hinweis.