Geschehen ist (fast) nichts

In der gestrigen „Bild“ erschien ein (vergleichsweise großer) Artikel, dessen Überschrift seinen Inhalt schon ganz gut zusammenfasst:

„Vor der Wahl versprach Angela Merkel Reform der Altersbezüge für Politiker — geschehen ist (fast) nichts.

Wann kürzt die Kanzlerin endlich die Minister-Pensionen?“

Genauer hieß es dann:

„Im zuständigen Innenministerium rührt sich so gut wie gar nichts. ‚Die Planungen werden weiter verfolgt und nach und nach umgesetzt‘, erklärt die Bundesregierung auf Anfrage von BILD. Wann und wie die Neuregelung kommt, sei ’noch offen‘.“

Und heute? Heute berichtet „Bild“ in einem (vergleichsweise kleinen) Artikel:

"Regierung will nun doch Minister-Pensionen kürzen!"

Genauer heißt es dazu:

„Die Große Koalition hat gestern angekündigt, dass die Pensionen (…) gekürzt werden! (…) Der genaue Termin der Neuregelung ist weiterhin offen.“

Was ist zwischen diesen beiden „Bild“-Meldungen passiert? (Fast) nichts. „Es ist nicht so, dass die ‚Bild‘ irgendwas angestoßen hat“, erklärt die Bundesregierung auf Anfrage von BILDblog — und verweist auf ihre gestrige Pressekonferenz, in der Regierungssprecher Thomas Steg (vergleichsweise ausführlich) darlegte, was „Bild“ doch schon zuvor, also gestern, mit den Worten „Die Planungen werden weiter verfolgt und nach und nach ungesetzt“ zusammengefasst hatte und was „Bild“ hernach, also heute, mit zum Teil denselben Worten noch einmal aufschreibt.

Wirklich neu ist an der ganzen Sache nur das „nun doch“ in der heutigen „Bild“-Überschrift — als hätte die „Bild“-Zeitung mit ihrer gestrigen Geschichte irgendwas bewirkt.