Ist ja auch egal

Es stimmt tatsächlich, Thomas Gottschalk „protestiert“ gegen die neue Rechtschreibung. Schlägt man nämlich das Wort „protestieren“ z.B. bei Langenscheidt nach, dann steht da u.a. „Ablehnung, Missfallen, Mangel an Übereinstimmung kundtun“. Genau das tut Gottschalk wirklich im „Bild“-Interview und so steht es auch in dessen Überschrift.

Laut „Bild“-Titelseite geht Gottschalk aber noch über den Protest hinaus. Jedenfalls steht dort das hier:

Und das hier steht bei „Bild“-Online:

Am Ende des Interviews allerdings steht dann folgendes:

BILD: Und wie soll’s weitergehen?
Gottschalk: Es ist nicht so, dass mir dieses Thema den Schlaf raubt. Meinetwegen soll jeder schreiben, wie er will. Ich lese lieber etwas Vernünftiges falsch geschrieben als richtig buchstabierte Dummheiten.

Da merkt man doch ganz deutlich: „Der Widerstand gegen die Schlechtschreibung wird immer mächtiger.“