Auflagenmanipulation, Pro7, Perlentaucher

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Die Auflagenlüge“
(hausblog.taz.de, Andreas Bull)
taz-Geschäftsführer Andreas Bull zur Auflagenmanipulation der Qualitätszeitungen: „(…) ausgefeilte Suchmaschinenoptimierung und Reichweiten vorgaukelnde click-monster sind derart übliche Verfahren des Selbstbetrugs geworden, dass, wer nicht daran teilnimmt, ähnlich blöd zu sein scheint, wie der Investmentbanker, der 2007 nicht mit Zertifik- und Derivaten handelte.“

2. „Im Netz der Ignoranten“
(ralfschwartz.typepad.com)
Ralf Schwartz schreibt eine Replik zum Artikel „Im Netz der Giganten“ auf Spiegel Online.

3. „Geschmackloser ‚Fringe‘-Trailer mit Bußgeld belegt“
(dwdl.de, Jochen Voß)
Die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten KJM ahndet die als Nachrichtensondersendung getarnten Werbetrailer für die Serie „Fringe“ von Pro7 mit einem Bußgeld, dass sich „im Bereich um die 3.500 Euro“ bewegen dürfte. Gegen Jugendschutzbestimmungen verstossen auch „Deutschland sucht den Superstar“ und andere Sendungen.

4. „Musikjournalismus: Distanz? Recherche? Pah!“
(zeit.de, Jan Kühnemund)
Jan Kühnemund glaubt, der Rezensionsteil der meisten Musikzeitschriften sei „weniger Ausdruck von Meinungsbildung als vielmehr die Ausstellung der Redakteure Eitelkeit und Dokument des Ringens um Relevanz. Gut zu lesen ist das nie.“

5. „25 wunderbare deutsche Blogs abseits des Mainstreams“
(yuccatree.de, Jürgen Vielmeier)
„Wo widmen sich Autoren mit viel Hingabe ihrem Alltag oder einem speziellen Thema und werden doch viel zu selten gelesen? Wir stellen für den Anfang 25 Blogs vor – und hätten gerne noch viel mehr Vorschläge von euch!“

6. „Ihr Feiglinge!“
(zeit.de, Hilal Sezgin)
Hilal Sezgin wirft dem der breiten Öffentlichkeit eher unbekannten Dienst Perlentaucher.de vor, ein Meinungsmonopol zu betreiben, „das selbstreferenziell und gegen Kritik von außen so gut wie immun ist“. Zum Vorwurf der „feigen Anonymität“ nehmen die Perlentaucher in ihrem Blog kurz Stellung.