Korrespondenz-Klitterung

Kai Diekmann, Nachwuchs-Komiker und Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, ärgert sich, dass das „Medium Magazin“ Stefan Kornelius von der „Süddeutschen Zeitung“ mit einem Preis für Enthüllungen über den tödlichen Luftangriff in Kundus würdigt, der seiner Meinung nach der „Bild“-Redaktion gebührt. Diekmann findet das Votum der Jury lachhaft und lehnt es deshalb ab, bei derselben Gelegenheit in der Kategorie „Unterhaltung“ für sein oft für selbstironisch gehaltenes Blog ausgezeichnet zu werden.

Das teilte er dem „Medium Magazin“ gestern in einem Brief mit, den er heute in seinem Blog veröffentlichte und der angesichts der Forderung, die Recherchequalität seiner Zeitung anzuerkennen, einen lustigen kleinen Fehler enthält. Diekmann schreibt den Namen seines „von mir als guten Freund geschätzten Kollegen“ falsch:

Das ist ein bisschen peinlich, weshalb Diekmann inzwischen so tut, als sei ihm das gar nicht passiert. Ein paar Stunden später sah derselbe Brief von gestern in seinem Blog plötzlich so aus:

Welche Fassung Diekmann tatsächlich losgeschickt hat, weiß man beim „Medium Magazin“ noch nicht. Es ist natürlich auch völlig egal. Bemerkenswert ist nur, dass Diekmann sich zwar über anderer Leute Tipp- und Namensfehler mokiert, seine eigenen aber einfach unauffällig nachträglich ungeschehen macht.