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Mit Rummenigge im Irrland

Die Beziehung zwischen Karl-Heinz Rummenigge und „Bild“ war auch schon mal besser. Vielleicht liegt es daran, dass die Zeitung dem Vorstandsvorsitzenden von Bayern München vorgeworfen hat, sich zu irren. Vielleicht aber auch bloß daran, dass sie sich geirrt hat.

Am 9. November berichtete „Bild“ in großer Aufmachung über einen „Aufstand bei Bayern“. Rummenigge hatte angekündigt, Philipp Lahm wegen eines kritischen Interviews zu einer Geldstrafe zu verurteilen, „wie es sie in dieser Höhe beim FC Bayern München noch nie gegeben hat“.

Aufstand bei Bayern

„Bild“ verwies auf selbst erfundene recherchierte Zahlen, wonach Lahm „maximal 25.000 Euro“ und Luca Toni 15.000 Euro zahlen müssen, „Bild“ schlaumeierte, dass Oliver Kahn ebenfalls schon mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro belegt worden sei, und folgerte:

Rummenigge irrt bei der Höhe der Strafe.*

Rummenigge aber widersprach den „BILD-Informationen“ über Lahm und Toni und setzte eine Gegendarstellung durch, die gestern in „Bild“ erschien:

Richtig ist, dass beide Spieler wesentlich höhere Geldstrafen zahlen müssen.

Der „Bild“-Bericht zum angeblichen „Aufstand bei Bayern“ resultierte aber noch in einer weiteren Gegendarstellung von Karl-Heinz-Rummenigge. Zu einem angeblichen Gespräch des Bayern-Trainers mit dem Stürmer Luca Toni stellte er fest:

Der mich betreffende Teil dieser Behauptung ist unwahr. Ich war bei diesem Gespräch nicht dabei, weder als Vermittler noch als Dolmetscher.

Die „Bild“-Redaktion war offensichtlich auch nicht dabei und fügte in dieser Gegendarstellung, die bereits am 16. November erschien, hinzu:

Karl-Heinz Rummenigge hat recht.

*) aus unbekannten Gründen steht dieser Satz nur in der Online-Version des Artikels.