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Realitätscheck für Wiedergeborene

Karin Sarbach erzählt heute in „Bild“, sie hätte schon einmal gelebt: Vor 130 Jahren war sie ein an seinem Beruf leidender Postbote. In einer Hypnose erfuhr sie sogar Namen und Adresse ihrer früheren Existenz: Heinrich Nolte, Schillerstraße 17, Aachen. Und so begann sie laut „Bild“ vor ein paar Jahren, nach Beweisen für ihr erstes Leben zu suchen: „Zuerst rief ich die Telekom-Auskunft an. Der Familienname war in Aachen nicht eingetragen.“

Äh, Frau Sarbach? Aktuell findet die Internet-Auskunft der Telekom nicht weniger als 15 Menschen namens „Nolte“ in Aachen. Sagen wir’s so: Entweder erlebte Aachen in den vergangenen sechs Jahren eine gewaltige Einwanderungswelle von Noltes. Oder, Frau Sarbach, Postbote wär‘ wirklich nicht Ihr Job.

Nachtrag, 20.00 Uhr. Beeindruckend ist auch, dass Frau Sarbach genau weiß, wann sie in ihrem vorherigen Leben getauft wurde, während „Bild“ nicht einmal grob weiß, wann sie in diesem Leben geboren wurde:

Danke an Rüdiger S., Mario T. und Johannes H. für die Hinweise!

Nachtrag, 3. Juli. Frau Sarbach teilt uns mit, dass sie — anders als es in „Bild“ steht — bei der Auskunft nicht vergeblich nach dem Namen „in Aachen“, sondern an der konkreten Adresse gefragt habe.