Balla, balla

Bild.de berichtet seit gestern unter Berufung auf eine aktuelle Meldung der britischen Boulevardzeitung „Daily Mirror“, der Fußballer Michael Ballack habe „seine Namensrechte an den FC Chelsea abgetreten“ — und zwar für „25 000 Pfund (45 000 Euro) pro Woche“.

Und das ist zunächst mal insofern seltsam, als 25.000 britische Pfund umgerechnet eigentlich nicht einmal 37.000 Euro sind.

Am Ende des Ballack-Artikels steht dann aber auch noch dies:

„Für die Europäische Union, die gerade über eine Gehaltsobergrenze im Fußball diskutiert, ist Ballacks Gehaltsvolumen völlig balla, balla!

Jose Luis Arnaut, der sich bei der EU mit diesem Thema beschäftigt: ‚Ich bin sehr betroffen. Sport und besonders Fußball sind derzeit nicht in einer guten Verfassung.'“

Und das ist nun insofern seltsam, als sich das „Ich bin sehr betroffen“-Zitat von Jose Luis Arnaut, anders als Bild.de suggeriert, gar nicht auf Ballacks „balla, balla“-Gehalt beziehen kann. Der Arnaut-O-Ton stammt ursprünglich aus dem Vorwort einer Studie, die, nun ja, bereits am Vortag des „Mirror“-Gerüchts veröffentlicht worden war.

Mit Dank an Christiane B. und Jörg W. für die Hinweise.