Niemand arbeitet gern am Sonntag

Wochenanfang. Und „Bild“, die meistzitierte Tageszeitung Deutschlands (pdf), ist wieder randvoll mit Exklusivgeschichten. Oder?

„Supermärkte verkaufen wieder Dosenbier“, freut sich das Blatt auf Seite 1 mit der Handelskette Lidl. Der „BamS“ war die Neuigkeit, die von der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ bereits am Samstag vorab gemeldet wurde, gestern bloß ein paar Zeilen auf Seite 3 wert.

„Dieses Glück ist eine Schande!“, schreibt „Bild“ empört: „Bruder und Schwester zeugten miteinander 3 Kinder.“ Eine Riesengeschichte. Kein Wunder, dass die „BamS“ sie gestern schon auf der Titelseite hatte.

Ach, und die „Sorge um eine Dienstwagenaffäre“ weitet sich aus (zumindest in „Bild“). „Auch im Bundespräsidialamt“ prüft das Finanzamt jetzt, ob die Privatnutzung von Dienstwagen korrekt versteuert wurde, schreibt „Bild“ unter Berufung aufs Schwesterblatt „BamS“, das sich in seinem gestrigen Bericht über die „Affäre“ bereits auf die Freitagsausgabe von „Bild“ beziehen konnte.

„Trennung? Krise? Entzweiung? Käse! Blödsinn! Quatsch!“ bzw. „Getrennt? Entliebt? Von wegen!“ Siedendheiß meldet „Bild“, dass am Gerücht, Dieter Bohlen und „seine Estefania“ hätten sich getrennt, nichts dran ist. Hat „Bild“ jedenfalls von Estefania erfahren. Und die „BamS“ gestern schon von Dieter Bohlen (siehe „BamS“-Ausriss).

Im Interview mit dem Sonntagsblatt äußerte sich Bohlen außerdem zu dem Vorwurf, er kopiere Passagen aus seinen alten Songs und verwende die für neue Kompositionen noch einmal: „So was kann mal passieren, und es ist ja immerhin noch besser, man klaut bei sich selbst.“