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Ein Brief für alle Fälle

Bei menschlichen Dramen ist die Neigung des Boulevards, das Drama noch ein bisschen dramatischer zu machen, besonders groß. „Bild“ berichtete in der vergangenen Woche zweimal über solche Dramen — und gab der Geschichte in einem Fall noch einmal einen ganz besonderen Dreh…

Fall eins spielt in der Nähe des Berliner Flughafens Schönefeld. Dort verbrennt sich eine Frau mit ihren drei Kindern im Auto. Zuvor, so berichtet „Bild“, hinterlässt sie ihrem Mann einen Zettel, eine kurze Notiz, die man  als „Abschiedsbrief“ werten könnte. Sie schrieb (wie auch die zuständige Staatsanwaltschaft bestätigt):

Entschuldigung. Danke. Kannst nicht noch mehr helfen.

Der zweite Fall ereignet sich in Passau. Ein offenbar hoffnungslos betrunkener Mann betritt die Polizei, beginnt zu randalieren, nimmt einem Polizisten die Waffe ab, schießt auf ihn und verletzt ihn schwer. Auslöser, so mutmaßt „Bild“, könnte ein Streit mit der Frau des Täters gewesen sein. Denn auch sie hinterließ — laut „Bild“ — eine Abschiedsnotiz:

In seiner Wohnung fanden Polizisten eine kurze Abschiedsnotiz in der Handschrift der Frau: Entschuldigung. Danke. Kannst nicht noch mehr helfen.

Tatsächlich? Die Passauer Polizei sagt uns jedenfalls auf Nachfrage, dass es dort gar keinen Abschiedsbrief gegeben hat; erst recht nicht einen mit dem identischen Wortlaut wie im Fall Schönefeld.

Mit Dank an Florian M.!