Julia G.

Lange nichts gehört von der Tochter von Uschi Glas. Vor gut einer Woche berichtete „Bild“ in größter Aufmachung, die 17-jährige sei in eine „Drogen-Affäre“ verwickelt, wohinter sich möglicherweise das Rauchen einer Drittel Marihuana-Zigarette verbarg, möglicherweise aber auch gar nichts. Einen Tag danach fand sich der konkrete Tatvorwurf nur noch zwischen den Zeilen. Seitdem: Funkstille. Gab es Razzien? Wurden Drogen-Sümpfe trockengelegt? Sitzt sie im Knast? Darf ihre Mutter noch im Fernsehen auftreten? Wir wissen es nicht.

Eine Konkretisierung der Vorwürfe gab es nicht, zurückgenommen hat „Bild“ sie auch nicht. Eine 17-jährige Jugendliche stand halt mal einen Tag groß auf der Titelseite neben dem Wort „Drogen-Affäre“.

Im Straßenverkehr übrigens nennt man das Verhalten, wenn jemand „die erforderliche Sorgfalt gröblich, im hohen Grade außer Acht lässt“ oder „unbekümmert und leichtfertig handelt“ grob fahrlässig. Aber vielleicht gilt das ja nicht bei Boulevardzeitungen.