Netzwerk Recherche, Blick, Bankhofer

Kritik an „Netzwerk Recherche“, ein „Spiegel“-Artikel im Fokus, der „Blick“ nach einer Titelstory im Gegenwind und ein Hademar Bankhofer, der glaubt, dass im Internet Leute bezahlt wurden, um gegen ihn Stimmung zu machen.

1. „Die Enteigner der Enteigneten werden enteignet“

(frei.djv-online.de)

„In der F.A.Z. meint der Zeitschriftenverlegerpräsident, er werde enteignet. Nicht etwa qua Bundesregierung: Durch Google und so. (…) Die freien Journalisten werden seit über einem Jahrzehnt täglich enteignet.“

2. Hademar Bankhofer vs. viele rückgratslose Feiglinge

(gesundheitswelten.com)

Der österreichische „Journalist“ Hademar Bankhofer empfiehlt 30 Sekunden langes Händewaschen und nennt seine Absetzung eine „ganz hundsgemeine Intrige“: „Ohne Unschuldsvermutung“ habe man sich sofort von ihm getrennt. Er habe da „zum ersten Mal gemerkt, wie viele rückgratslose Feiglinge, (…) wie viele Arschlöcher es gibt.“ Und: „Es wurden sogar Leute dafür bezahlt, im Internet recht viel Wirbel darum zu machen.“ (Audio-File auf gesundheitswelten.com / Ausschnitt daraus bei stefan-niggemeier.de)

3. „Der Enthüllungsblogger“

(freitag.de, Sabine Pamperrien)

Sabine Pamperrien geht näher auf die Arbeit der bloggenden Journalisten Marvin Oppong und Jens Weinreich ein. Kritik gibt es am Verband Netzwerk Recherche, deren Mitglieder manchmal im Eifer vergessen, Quellen zu erwähnen: „Die rührigen Netzwerker haben es geschafft, durch geschicktes Marketing sich selbst als Synonym für investigativen Journalismus zu etablieren – ohne ihn überhaupt noch betreiben zu müssen. Vorwiegend besteht ihre Funktion inzwischen darin, als gut vernetztes Kartell dafür zu sorgen, sich gegenseitig in Szene zu setzen.“

4. „Iran und die Fakten eines Leitmediums“

(heise.de/tp, Marcus Klöckner)

„Seit der Wahl im Iran wird über den Ausgang diskutiert: War es Wahlbetrug oder nicht? Ein Spiegel-Artikel liefert ein groteskes Bild eines mainstreammedialen Wirklichkeitsverständnisses. Eine Analyse.“

5. „Blick öffnet die unterste Schublade“

(klartext.ch/blog, Nick Lüthi)

Das Boulevardblatt Blick bringt ohne erkennbaren Anlass im Internet veröffentlichte Nacktfotos einer Sozialamtsleiterin auf die Titelseite. Und fragt dann im Dorf nach, was jetzt die Leute über die Frau denken. Die Leser mögens gar nicht und greifen die Zeitung an.

6. „I studied print journalism: Now what?“

(salon.com, Cary Tennis)

„I did internships, made connections, got clips, etc., but my parents are still paying my cellphone bill.“