Tatort, Aust, Sigg, Holtzbrinck

Gutmenschen und Allesversteher im Tatort, Mach-mal-Volontäre, Harmonie in der Holtzbrinck-Familie und Stefan Aust, für den alles besser ist als betriebsbedingte Kündigungen.

1. „Seichte Talkshow-Soziologie prägt den ARD-‚Tatort'“

(nzz.ch, H. Sf.)

H. Sf. macht im Krimi, den ganz Deutschland jeden Sonntagabend zu verfolgen scheint, Veränderungen aus. „Es dominieren, mit wenigen Ausnahmen, Gutmenschen, Allesversteher und Betroffenheits-Betschwestern“: „Die Bösen sind meist Immobilienhändler, Baulöwen, Chefärzte, renommierte Juristen, Diamantenhändler, Grossgrundbesitzer oder, ganz schlimm, Angehörige von Burschenschaften.“

2. Interview mit Stefan Aust

(haz.de, Stefan Stosch)

„Wenn die Anzeigenerlöse und die Abo-Zahlen zurückgehen, muss jeder Verleger sparen. Das hat nicht unbedingt einen Qualitätsverlust zur Folge, kann es aber haben. Alles ist besser als betriebsbedingte Kündigungen. Dann können Sie nicht mehr selbst aussuchen, wen Sie entlassen. Dann geht es nicht mehr nach Qualifikation. Dann können Sie zumachen.“

3. „Und fast jeder Maurer ist besser ausgebildet…“

(blog-cj.de, Christian Jakubetz)

Christian Jakubetz traf kürzlich auf Zeitungsvolontäre und ihm ist „fast die Luft weggeblieben“: „Eine Gruppe (aus ganz unterschiedlichen Häusern), für die es selbstverständlich war, dass es keinen Ausbildungsplan gibt, keinen Redakteur, der sich um sie kümmert, kein Feedback, keine Anleitung, einfach nichts, außer: mach mal.“

4. Interview mit Oswald Sigg

(tagesanzeiger.ch, Pascal Tischhauser)

Oswald Sigg, abtretender Vizekanzler in der Bundeskanzlei, im Gespräch: „Der Medienschaffende ist heute eher – so denke ich – seinem Unternehmen verpflichtet, als einer irgendwie gearteten öffentlichen Aufgabe.“

5. „Holtzbrinck-Brüder im Interview“

(handelsblatt.com, Bernd Ziesemer)

Ein Interview aus der Holtzbrinck-Familie: „Bernd Ziesemer: Wie wird das Verhältnis der beiden unabhängigen Verlagsgruppen zueinander künftig aussehen? Dieter von Holtzbrinck: Freundschaftlich, eng, partnerschaftlich, familiär. Stefan von Holtzbrinck: Genau.“

6. „Phänomen Schweizer Familie“

(schneiderinechtzeit.blogspot.com, Markus Schneider)

„Das Phänomen Schweizer Familie besteht womöglich darin, dass diese Zeitschrift einen andern Zugang zu den Themen findet. Sogar zu einem Thema wie der öden Wirtschaftskrise. Da publiziert sie Artikel wie diesen hier.“