Modelle, Wissenschaft, Pressefreiheit

Die Pressefreiheit in Italien und in der Türkei, Zeitungen, die wie die Fliegen sterben und guter Journalismus, der wie wissenschaftliche Forschung ist. Die wochentägliche Blog- und Presseschau.

1. Pressefreiheit in Italien
(tagesschau.de, Stefan Troendle)
„In einer Demokratie sollten Medien eigentlich unabhängig von der Politik sein. In Italien kann davon keine Rede sein: Die wichtigsten Fernsehsender kontrolliert Regierungschef Berlusconi ohnehin selbst. Und gegen unliebsame Konkurrenz erlässt er notfalls Gesetze.“

2. Pressefreiheit in der Türkei
(faz.net, Karen Krüger)
„Ministerpräsident Erdogans Kampf gegen die Medien: Besonders unlieb sind ihm die Zeitungen der Dogan-Gruppe. Dem mächtigen Konzern droht eine gewaltige Steuerstrafe, die seine Existenz gefährdet. Die Pressefreiheit der Türkei steht auf dem Spiel.“

3. „Die Zukunft journalistischer Produkte: Wer finanziert wen woraus?“
(zeitungsperspektiven.de, Christopher Buschow)
Zeitungsperspektiven.de macht eine Tabelle mit 5 Modellen, die den Journalismus (zukünftig) finanzieren könnten: 1. Das Kuppelprodukt, 2. Paid Content, 3. Die Lizenzierung, 4. Crowdfunding / Mäzenentum, 5. Die Querfinanzierung.

4. „Guter Journalismus = wissenschaftliche Forschung“
(io1.blogspot.com, Patrik Tschudin)
Patrik Tschudin über die „Erkenntnis, dass guter Journalismus näher ist bei der wissenschaftlichen Forschung als beim Werbetexten: Solange der Rubel rollt, wahren die Einwohner der Teppichetagen den Anschein, dass sie die Bild-, Ton- und Textarbeiter für mehr als nur nützliche Idioten halten. Die Zeiten sind vorbei. Wenn die NZZ ihren Inland-Bund am 21.2.09 beginnt mit Stadlers Leitartikel ‚Der Untergang der alten Medien – Schweiz‘, dann dürfen wir annehmen, dass unter den Medienmanagern bereits die nackte Panik herrscht.“

5. „Zeitungen sterben wie die Fliegen“
(bernerzeitung.ch, Marc Brupbacher)
„Auf den Zeitungsmärkten findet ein Gemetzel statt: Dutzende Traditionsblätter kämpfen ums Überleben. Die Wirtschaftskrise hat viele schon weggefegt: In den USA sind bisher elf Zeitungen eingegangen.“

6. „Niemand weiss, was Frauen wünschen“
(nzz.ch, Kathrin Meier-Rust)
„Die Sexualforscherin Meredith Chivers zeigt Männern und Frauen kurze Pornofilme und misst die sexuelle Erregung. Das Ergebnis: Frauen sind ein Rätsel.“