Paula Oliveira, Bild, Vanity Fair, Pilet

Alex Baur recherchiert im Fall Paula Oliveira, Blick am Abend übernimmt Inhalte aus dem Zeit Magazin und Jacques Pilet setzt sich für ein Arte suisse ein. Die Blog- und Presseschau am Donnerstag.

1. „Fall Paula Oliveira – Protokolle einer Irreführung“
(weltwoche.ch, Alex Baur)
Die Weltwoche recherchiert die um die Welt gehende Horror-Nachricht nach und kommt zu folgendem Schluss: „Der fingierte ‚Skinhead-Überfall‘ auf eine vermeintlich schwangere Brasilianerin war absichtsvoll geplant. Die Plattform Swissinfo spielte eine unrühmliche Rolle. Das falsche Opfer hatte durchaus handfeste Motive: Es winkten fette Genugtuungssummen.“

2. Blick am Abend schreibt aus dem Zeit Magazin ab
(wision.ch)
Die Gratiszeitung Blick am Abend druckt 15 Bürofloskeln ab. 11 erschienen zuvor gleich oder fast gleich im Zeit Magazin vom 12. Februar 2009.

3. „Journalisten inszenieren Enthüllungen über Ministerpräsident Althaus“
(ndr.de, Video, 7:35 Minuten)
Journalisten vermuten, dass ein in Bild erschienenes Foto von Dieter Althaus am Grab seines Vaters inszeniert war, also erst am Tag nach der Beerdigung aufgenommen wurde.

4. Interview mit Jean-Francois Julliard
(derstandard.at, Harald Fidler)
Der Generalsekretär von „Reporter ohne Grenzen“ im Gespräch: „Wirtschaftlicher Druck auf Medien und Journalisten bedeutet auch Druck auf Unabhängigkeit. (…) Sinken die Werbeeinnahmen, steigt die Abhängigkeit von immer weniger großen Anzeigenkunden.“

5. „Warum ‚Vanity Fair‘ in Deutschland scheiterte“
(welt.de, Kai-Hinrich Renner)
Kai-Hinrich Renner erklärt es kurz und knapp: „Das größte Problem der deutschen ‚Vanity Fair‘ war aber, dass sie mit dem US-Vorbild nicht mehr gemein hatte als den Titel. In den USA schreiben die besten Magazinjournalisten des Landes für ‚Vanity Fair‘. Das monatlich erscheinende Blatt widmet sich nicht nur den Reichen und den Schönen, sondern bringt auch immer wieder investigative Reportagen.“

6. „Pour un ‚Arte‘ suisse“
(pilet.typepad.com, Jacques Pilet)
Jacques Pilet, Gründer von L’Hebdo und Le Nouveau Quotidien, setzt sich ein für einen Kulturkanal in der Schweiz.