Fernsehen im Netz, Guardian und Kindle, kostenlose E-Books

Viel Stoff fürs Wochenende: Eine Magisterarbeit und eine Handvoll E-Books, eine Korrespondenten-Landkarte, der Traum vom Geldverdienen mit Blogs, Ärger über den DJV – und etwas zum Nachdenken: Wenn Urheberrechtsdelikte mit Internet-Entzug geahndet werden, wieso dann nicht auch mit Print-Entzug?

1. Das Ende des Distributionsmonopols des Fernsehens?
(gugelproductions.de/blog, Bertram Gugel)
Bertram Gugel, der sich in seinem Blog „Digitaler Film“ lange Zeit intensiv mit der Entwicklung von Film und Fernsehen im Netz auseinandergesetzt hat, stellt seine Magisterarbeit zur Verfügung: Sie befasst sich grundlegend mit der Frage, „was passiert, wenn Markteintrittsbarrieren rund um die Verbreitung audiovisueller Medien wegfallen“ und verspricht „einen einigermaßen validen Ausblick auf den Wandel geben mit dem sich die audiovisuellen Medienunternehmen in den kommenden Jahren befassen werden.“

2. Amazon verkauft Blog-Abonnements für den Kindle
(blogs.wsj.com/digits, Geoffrey A. Fowler)
Besitzer von Amazons E-Book-Reader „Kindle“ können zukünftig kostenpflichtig Blogs abonnieren. Maximal 1,99 Dollar kostet ein Blog pro Monat, die Blogger erhalten davon 30 Prozent. BloggingTom hat es – unbeeindruckt davon, dass der Kindle im deutschsprachigen Raum noch nicht zu haben ist – gleich ausprobiert und seine zwei Blogs angemeldet.

3. Die Korrespondenten-Karte des Guardian
(guardian.co.uk / Inside Guardian, Paul Carvill)
Wo sitzen eigentlich die Auslandskorrespondenten des Guardian? In „ein oder zwei Stunden“ hat Guardian-Mitarbeiter Paul Carvill aus einem Google-Spreadsheet und etwas Code eine schöne Korrespondenten-Landkarte gebastelt.

4. Was der DJV alles “völlig inakzeptabel” findet
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Peer Schader ist aus dem DJV ausgetreten – und ärgert sich dessen ungeachtet weiterhin über den Verband: „Kann man eigentlich auch rückwirkend aus Verbänden austreten? So sechs bis acht Jahre?“

5. Ein Vorschlag: Urheberrechtsdelikte mit Print-Entzug ahnden
(freedom-to-tinker.com, Ed Felten)
Die französische Nationalversammlung hat das „Three-Strikes-Modell“ abgesegnet. Internetnutzern, die dreimal Urheberrechtsdelikte begehen, wird bis zu einem Jahr der Internetzugang entzogen. Ed Felten schlägt vor, diese ausgezeichnete Idee auch auf Print auszuweiten: Weder auf Papier schreiben noch lesen solle derjenige, der sich solcher Vergehen schuldig mache.

6. Neun kostenlose E-Books zu den Themen Internet, Medien und Wirtschaft
(leanderwattig.de, Leander Wattig)
Leander Wattig hat neun kostenlose E-Books zusammengetragen, die sich mit – Urheberrecht und Kultur, Music 2.0, Innovation, soziale Netzwerke. Rüstzeug für den weiteren Weg ins Digitale.