Korruption, Zukunft, Twitter

Heute in der Medienlese: Korrupte Medienwächter, die Zeitung der Zukunft und banales Twittern. Ausserdem: Ein Versuch Dieter Stolte zu interviewen, Stephen Wolfram in der ZEIT und 13.000 Dollar für ein Online-Praktikum.

1. Korruption bei Medienwächtern
(taz.de, Steffen Grimberg)
Steffen Grimberg berichtet über die Korruptionsaffäre bei der Bayrischen Landeszentrale für neue Medien. Es geht um Kredite, die der unter Schleichwerbeverdacht stehende Sender Camp TV an den ehemaligen Vorsitzenden des Medienrates Klaus Kopka gegeben haben soll.

2. Die Zukunft der New York Times
(niemanlab.org, Zachary M. Seward, Video 6:42)
Das Nieman Journalism Lab besucht die New York Times und berichtet in einer fünfteiligen Serie von der Zeitung der Zukunft. Im ersten Teil der Serie wird die Research & Development Abteilung besucht. Besonders bemerkenswert: Die Qualität des Kaffees.

3. Twitter ist kein Dschungel
(madial.blogspot.com, Mathias Vettiger)
Mathias Vettiger antwortet auf den im Schweizer Tagesanzeiger erschienenen Artikel „Die Banalität des Bloggens“. Der Artikel sei zu stark auf das vermeintliche Chaos und Banalitäten fixiert und vergesse darüber, die vielfältigen Möglichkeiten die Twitter biete.

4. Das Denkmal Dieter Stolte
(axel-springer-akademie.de, Jennifer Fuhr)
Jennifer Fuhr interviewt Dieter Stolte, den langjährigen Intendanten des ZDF. Zu ihm durch dringt sie allerdings nicht: „.. wir haben in den gemeinsamen anderthalb Stunden den Geschäftsmann Stolte kennen gelernt. Den Privatmann schützt er. Wie ein deutsches Denkmal.“

5. Stephen Wolfram im Interview
(zeit.de, Steffan Heuer)
Im Interview mit der Zeit erklärt Stephen Wolfram, der Erfinder von Wolfram Alpha, das sein Dienst keine mit Google vergleichbare Suchmaschine sei: „Wir nennen Alpha eine Maschine zur Berechnung menschlichen Wissens.“

6. 13.000 Dollar für ein Huffington Post – Praktikum
(adage.com, Nat Ives)
Warum sollte man seine Praktikanten eigentlich bezahlen, wenn es auch einen anderen Weg gibt? Eine Online-Auktion, bei der ein Praktikum bei der Huffington Post versteigert wird, steht momentan bei 13.000 Dollar. Die wohlgemerkt der Praktikant zu zahlen hat. Aber immerhin ist es für einen guten Zweck.