medienlese – der Wochenrückblick

Gottschalk besucht Knut, Gott enttäuscht, Herisauer Zeitung nicht eingestellt.

Gottschalk besucht Knut, Gott enttäuscht, Herisauer Zeitung nicht eingestellt.

Thomas Gottschalk besuchte Knut und überreichte dem Zoologischen Garten einen Scheck über 40.000 Euro. So war es auf dem Portal der des Tagesspiegels zu sehen. Später die Woche erzürnte ein anderer Tagesspiegel-Artikel mit dem Titel „Hi Freaks“ Markus Beckedahl von netzpolitik.org. Ein Journalist, der „ganz lustig sein“ wollte, schrieb dumme „Polemik unterhalb des Bild-Levels“. Beckedahl empfand den Text „als bewusste Verleumdung, üble Nachrede, Rufschädigung“. Kommentar #2 empfahl: „Aber ehrlich, ich würde sofort einen Strafantrag wg. Verleumdung und übler Nachrede stellen. Evtl. ist sogar Beleidung drin.“

Cash Daily, eines der Vorzeige-Internetprojekte aus dem Ringier-Verlag, schrieb im Blick (da es im Livepaper von Cash Daily niemand gefunden hätte): „Ziel darf nicht sein, auf dem Internet überhaupt nicht auffindbar zu sein. Solche Leute wirken im digitalen Zeitalter sogar suspekt.“

Gott wurde enttäuscht, und zwar von Sänger Piero Esteriore, der wegen einem Blick-Artikel über seine Geburtstagsfeier mit dem Mercedes seiner Mutter in die Türe des Ringier-Verlags fuhr. Ein anderer Sänger, Rainhard Fendrich, muss es sich weiterhin von der Krone gefallen lassen, als einer, der um Rollen bettelt und als einer, der beim Papst seine Sünden beichten gehen möchte, dargestellt zu werden.

Ein „Journalist“ der Appenzeller Zeitung berichtete, die Herisauer Zeitung sei eingestellt worden. Ein verfrühter Nachruf, den Marcel Baumgartner umgehend richtig stellte.

Es beklagten sich „die tapferen Helden“ von Politically Incorrect, dass sie nicht von Spiegel Online zitiert wurden. Szenen aus den Simpsons wurden mit Szenen aus den Originalfilmen zusammengeführt.

Ein Blog wurde wegen Werbung mit Google Adsense abgemahnt.

In der Jungle World stand, der französische Präsident Nicolas Sarkozy sei bereits zu einer „literarischen Figur“ geworden, über die man nicht nicht berichten könne. Zudem konnte man einen Bericht lesen über einen Vorschlag von einem FDP-Landtagsabgeordneten, der meinte, dass ‚Farbige, Ausländer, Schwule, Lesben und viele andere‘ auch mal Kleidungsstücke der Marke ‚Thor Steinar‘ tragen sollten. Um die Marke zu ‚entmystifizieren‘.